Das Feuerschweißen
Von Schmiedefeuern, Feuerpausen und Brennstoffen
Fallhämmer erleichtern die Arbeit des Schmieds
Die Automatisierung der Kettenherstellung
Quellenangabe:
Dr. Marita Pfeiffer: "Fröndenberger Kettenbuch"
Die wesentliche Aufgabe bei der Herstellung von Ketten besteht darin, die einzelnen Kettenglieder zu biegen, ineinanderzuhängen, zu schließen und dauerhaft zu verbinden. Die beste Möglichkeit der Verbindung ist das Schweißen. Dabei wird der Werkstoff erhitzt und mit oder ohne Druckanwendung so verbunden, daß er zusammen mit der Verbindungsstelle (Schweißnaht) eine Einheit bildet. Das älteste Schweißverfahren ist das Feuerschweißen. Es war schon vor 6000 Jahren im alten Ägypten bekannt und hielt sich als bewährte Methode bis ins 20. Jahrhundert hinein.
Erst allmählich wurde das Feuerschweißen durch die im Laufe der Industrialisierung entwickelten elektrischen Schweißverfahren abgelöst. Doch bevor wir auf diese neuen Methoden eingehen, gilt es zu erläutern, wie eine feuergeschweißte Kette gefertigt wurde.
Der Kettenschmied schnitt zunächst den Draht mit der Drahtschere in gleich lange Stücke,
sogenannte Pinne, deren Größe sich nach den jeweils zu fertigenden Kettengliedern richtete.Die einzelnen Pinne steckte er durch das Loch des am Amboß befindlichen Biegehörnchens, um sie mit einem Biegeeisen unter Ausnutzung der Hebelkraft u-förmig zu biegen (Abbildung). Stärkere Pinne wurden nicht am Biegehörnchen gebogen, sondern in einer sogenannten, ebenfalls mit Hebelkraft funktionierenden Pinnbiegmaschine.
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